Ad-hoc-Meldungen

In Artikel 17 verpflichtet die europäische Marktmissbrauchsverordnung (Market Abuse Regulation - MAR) die Emittenten von Finanzinstrumenten, unverzüglich präzise Informationen über nicht öffentlich bekannte Umstände zu veröffentlichen, die geeignet sind, den Börsenkurs erheblich zu beeinflussen. Nachfolgend finden Sie alle ab 2010 veröffentlichten Ad-hoc-Meldungen.

Meldungen

23.05.2016, 12:00 Uhr

Portfolio-Erweiterung im Wachstumsmarkt Verpackung  

KBA plant Übernahme des Stanzmaschinenherstellers Iberica AG S.A.  

Die Koenig & Bauer AG (KBA) hat mit der italienischen Officine Meccaniche G. Cerutti S.p.A. (OMGC) in Casale Monferrato bei Alessandria einen Letter-of-Intent zur 100%igen Übernahme ihrer spanischen Tochtergesellschaft Iberica AG S.A. in Barcelona abgeschlossen. Iberica produziert mit rund 60 Mitarbeitern ohne eigene Fertigung mittel- und großformatige Flachbettstanzen für Karton- und Wellpappenverpackungen und ist bisher hauptsächlich in Europa und einigen Überseemärkten präsent. Die Integration in das weltweite KBA-Vertriebs- und Servicenetz würde die Wachstumsperspektiven für Iberica deutlich verbessern. Die geplante Übernahme unterstreicht die angekündigte Fokussierung des Druckmaschinenherstellers auf den Wachstumsmarkt Verpackungsdruck. Im Faltschachteldruck ist die Bogensparte KBA-Sheetfed seit Langem Marktführer. Der internationale Kundenkreis für Bogendruckmaschinen und Stanzen im Verpackungsmarkt ist weitgehend identisch. Über weitere Details der geplanten Übernahme wurde bis zum Abschluss der Verhandlungen Stillschweigen vereinbart.  

27.05.2014

Vorstandswechsel bei der Koenig & Bauer AG  

Mathias Dähn übernimmt Finanzressort von Axel Kaufmann  

Dr. Axel Kaufmann (44), seit Oktober 2010 Finanzvorstand der Koenig & Bauer AG (KBA), wird den Druckmaschinenhersteller auf eigenen Wunsch verlassen und eine neue berufliche Herausforderung annehmen. In seiner heutigen Sitzung hat der Aufsichtsrat des Unternehmens Dr. Mathias Dähn (46) als Nachfolger bestellt. Der promovierte Diplom-Kaufmann Mathias Dähn verfügt über einen breiten Finanz- und Industriehintergrund auf internationaler Ebene mit vielfältigen Erfahrungen im Controlling, im Einkauf, in der kaufmännischen Optimierung und im M&A-Geschäft. Er war vorher in leitenden Funktionen bei der Robert Bosch GmbH, beim Telekommunikationskonzern debitel, bei der Loyalty Partner GmbH, der MAN-Gruppe und zuletzt als CFO bei der österreichischen Zumtobel AG tätig. Mathias Dähn beginnt seine Vorstandstätigkeit Anfang Juni 2014. Nach einem einvernehmlich vereinbarten Zeitplan übernimmt er von Dr. Kaufmann alle Aufgaben des Ressorts. Axel Kaufmann hat sich bereit erklärt, bis zu seinem Ausscheiden aus dem Vorstand für eine ordnungsgemäße Überleitung zur Verfügung zu stehen. Nach über 10-jähriger Tätigkeit in diversen Leitungsfunktionen des Siemens-Konzerns war Axel Kaufmann 2010 vom Netzwerkausrüster Nokia Siemens Networks (NSN) als neuer Finanzvorstand zu KBA gekommen.

Dazu der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Martin Hoyos: „Mein Dank gilt Herrn Dr. Kaufmann für die geleistete Arbeit in den vergangenen Jahren und die professionelle Organisation der Übergabe an seinen Nachfolger. Es ist meine Überzeugung, dass wir mit Herrn Dr. Dähn einen hervorragenden CFO gewinnen konnten, der uns im laufenden Restrukturierungsprozess und danach eine wesentliche Stütze sein wird.“

22.04.2014

KBA beruft erfahrenen Restrukturierungsexperten in den Vorstand

Dr. Andreas Pleßke soll Fit@All-Programm als CRO vorantreiben  

Mit Wirkung zum 1. Mai 2014 hat der Aufsichtsrat der Koenig & Bauer AG (KBA) Dr. Andreas Pleßke (53) als Vorstand für Restrukturierungsaufgaben (CRO) berufen. Das Mandat ist zunächst bis zum 31.10.2015 befristet, mit einer Verlängerungsoption um weitere sechs Monate. Der Restrukturierungsexperte soll die Umsetzung des im Dezember 2013 unter dem Titel „Fit@All“ beschlossenen umfassenden Programms zur Neuausrichtung des weltweit zweitgrößten Druckmaschinenherstellers vorantreiben und auch den Vorstandsvorsitzenden an dieser Stelle entlasten. 

Der gelernte Jurist und Wirtschaftswissenschaftler Dr. Andreas Pleßke verfügt über langjährige Management- und Restrukturierungserfahrung als CEO und CRO deutscher und internationaler Unternehmen unterschiedlicher Größe und Branchenzugehörigkeit. Darunter sind auch mit KBA vergleichbare Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus.  

„Wir freuen uns, dass wir einen erfahrenen und profilierten Experten für unser Unternehmen gewinnen konnten, um einerseits Fit@All konsequent und zügig umzusetzen und gleichzeitig eine unvermindert fokussierte Marktpräsenz des operativen Geschäfts zu gewährleisten“, teilte das Unternehmen mit.  

Angesichts des fundamental veränderten Marktumfeldes in der Druckbranche hatte KBA im Dezember 2013 ein Programm zur strategischen Neuausrichtung des Konzerns und eine Reihe von Maßnahmen zur langfristigen Stärkung der Profitabilität und Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens vorgestellt. Im Mittelpunkt stehen dabei die Sanierung des Kerngeschäfts durch nachhaltige Strukturanpassungen, die Optimierung und Konzentration der Wertschöpfungstiefe an den verschiedenen Standorten sowie der Fokus auf printnahe Geschäftsfelder mit Wachstumsperspektiven.

25.02.2014

Heinz-Joachim Neubürger verlässt Aufsichtsrat der Koenig & Bauer AG

Gottfried Weippert übernimmt interimistisch Aufsichtsratsvorsitz

Heinz-Joachim Neubürger (61), seit Juni 2013 Mitglied und seit Oktober 2013 Vorsitzender des Aufsichtsrats der Koenig & Bauer AG (KBA), hat seinen Rücktritt vom Vorsitz und sein sofortiges Ausscheiden aus dem Aufsichtsgremium des Druckmaschinenherstellers erklärt. Der Aufsichtsrat akzeptierte heute die Niederlegung des Mandats. Bis zur zeitnahen Nachbesetzung des vakanten Aufsichtsratsmandats durch das Registergericht und zur Wahl eines neuen Vorsitzenden übernimmt der amtierende stellvertretende Vorsitzende des Gremiums, Gottfried Weippert (53), interimistisch den Aufsichtsratsvorsitz.  

Neubürger begründet sein Ausscheiden mit der hohen zeitlichen Inanspruchnahme und erforderlichen Präsenz vor Ort, die sich für ihn mit der Umsetzung des Fit@All-Programms zur Neuausrichtung des Unternehmens ergeben habe. „Die Anforderungen an meine Verfügbarkeit haben sich seit meiner Wahl durch die Hauptversammlung im Juni 2013 ganz erheblich verändert. Diesen zeitlichen Mehraufwand kann ich aber nicht erbringen. Ich erachte es daher im Sinne einer guten Corporate Governance für angemessen, dass ich die sich daraus ergebenden Konsequenzen ziehe“, so Neubürger.  

Unter dem Titel „Fit@All“ hat der Vorstand der KBA im Dezember 2013 ein Programm zum Umbau des Konzerns verabschiedet. Es sieht ein umfassendes Maßnahmenpaket zur langfristigen Stärkung der Profitabilität und Schlagkraft des Unternehmens vor. Schwerpunkte sind nachhaltige Kapazitäts- und Strukturanpassungen im traditionellen Kerngeschäft, die Reduzierung der Wertschöpfungstiefe sowie der verstärkte Fokus auf wachsende Spezialmärkte, in denen KBA bereits heute gut vertreten ist. Die im Detail definierten Maßnahmen befinden sich seit Anfang 2014 in der Umsetzung. Durch die personellen Veränderungen im Aufsichtsrat wird sich an den ursprünglichen Zielen des Programms nichts ändern.  

05.11.2013

Umsatz- und Ergebnisziel 2013 nicht mehr erreichbar

Auf der Basis des absehbaren 3. Quartalsergebnisses revidiert der Vorstand der Koenig & Bauer AG (KBA) seine bisherigen Erwartungen an Umsatz und Ergebnis für das Jahr 2013. Angesichts der in beiden Geschäftsbereichen markt- und konjunkturbedingt deutlich hinter der Vorausschau liegenden Umsatzentwicklung wird der Druckmaschinenhersteller im laufenden Geschäftsjahr den ursprünglich angestrebten Konzernumsatz von etwa 1,3 Mrd. € nicht erreichen und schätzt diesen auf ca. 1,1 Mrd. €. Aufgrund dieses Minderumsatzes, zu erwartender Sonderaufwendungen für Bewertungsanpassungen und Restrukturierungsmaßnahmen wird von einem Verlust für das Jahr 2013 ausgegangen. Ohne die genannten Sonderaufwendungen erwartet das Management weiterhin ein positives Betriebsergebnis und ein ausgeglichenes Konzernergebnis vor Steuern.  

Den Bericht zum dritten Quartal mit weiteren Erläuterungen veröffentlicht KBA am 11. November.

26.09.2013

Dieter Rampl verlässt Aufsichtsrat der Koenig & Bauer AG

Dieter Rampl (66), seit 2002 im Aufsichtsrat und seit Juni 2006 Vorsitzender des Aufsichtsrats der Koenig & Bauer AG (KBA), erklärte nach der heutigen Sitzung des Gremiums seinen Rücktritt vom Aufsichtsratsvorsitz und sein Ausscheiden aus dem Aufsichtsrat des Druckmaschinenherstellers mit sofortiger Wirkung. Der im Mai 2012 in den Ruhestand verabschiedete langjährige Vorsitzende des Verwaltungsrats der UniCredit Group begründete diesen Schritt mit der teilweisen Verlegung seines Wohnsitzes in die USA, die es ihm nicht mehr erlaube, die Aufsichtsratstätigkeit und das Amt des Vorsitzenden in der notwendigen Intensität wahrzunehmen.  

Die durch das Registergericht zu erfolgende Nachbesetzung des vakanten Aufsichtsratsmandates soll im Oktober erfolgen, ebenso die Wahl des neuen Aufsichtsratsvorsitzenden in einer außerordentlichen Sitzung des Aufsichtsgremiums.

22.03.2013

Koenig & Bauer AG schlägt 40 Cent Dividende je Aktie vor

Der neben dem traditionellen Geschäft mit Bogen- und Rollenoffsetmaschinen in wachsenden Märkten wie dem Verpackungs-, Sicherheits-, Digital- und Kennzeichnungsdruck tätige KBA-Konzern konnte im Geschäftsjahr 2012 seine operative Ertragskraft deutlich steigern. Auch die Ergebnisse des Druckmaschinenherstellers vor und nach Steuern lagen trotz einer beträchtlichen einmaligen Wertanpassung über den Vorjahreswerten. An der positiven Ertragsentwicklung der KBA-Gruppe und am Bilanzgewinn der Koenig & Bauer AG wollen Vorstand und Aufsichtsrat die Aktionäre beteiligen und der Hauptversammlung am 13. Juni 2013 eine Dividende von 0,40 € je Stückaktie vorschlagen.  

Der Konzernumsatz legte gegenüber dem Vorjahr (1.167,2 Mio. €) um 10,9 % auf 1.293,9 Mio. € zu. Begünstigt durch die Branchenleitmesse drupa übertraf der Umsatz im Segment Bogenoffsetmaschinen mit 643,2 Mio. € den Vorjahreswert um 10,2 %. Bei den Rollen- und Sondermaschinen führte trotz der Investitionszurückhaltung der Zeitungs-, Illustrations- und Magazindrucker das starke Sondermaschinengeschäft zu einem Umsatzanstieg um 11,5 % auf 650,7 Mio. €. Der Auftragseingang unterschritt mit 1.116,2 Mio. € den Vorjahreswert um 28,1 %. Während der Bogenbereich um 17,1 % zulegte, waren die Neubestellungen bei Rollen- und Sondermaschinen durch wenige Großprojekte nur knapp halb so hoch wie im Rekord-Vorjahr. Mit 648,0 Mio. € lag das Auftragspolster Ende 2012 aber immer noch über dem der Jahre 2008 bis 2010.  

Trotz des weiter unter einem enormen Preisdruck leidenden Geschäfts mit Rollen- und Bogenoffsetmaschinen führten Kostenentlastungen, höhere Deckungsbeiträge durch den Mehrumsatz und das gewachsene Service- und Sondermaschinengeschäft zu einem mit 43,1 Mio. € mehr als vervierfachten Betriebsergebnis vor Sondereinflüssen (2011: 9,9 Mio. €). Belastend wirkte die Sonderabschreibung auf das Anlagevermögen im Bogensegment in Höhe von 27,1 Mio. €. Nach Wertkorrektur wird das Betriebsergebnis im Konzern mit 16,0 Mio. € ausgewiesen. Der vorteilhafte Produktmix trug zur annähernden Verdoppelung des Segmentergebnisses bei Rollen- und Sondermaschinen von 28,0 Mio. € in 2011 auf 54,7 Mio. € im Berichtsjahr bei. Neben der einmaligen Sonderabschreibung belasteten hohe Messeaufwendungen sowie Entwicklungs- und Markteinführungskosten für neue Maschinen das operative Ergebnis im Bogenbereich. Nach –18,1 Mio. € im Vorjahr sank es auf –38,7 Mio. €. Allerdings verbesserte sich das Segmentergebnis ohne die Wertberichtigung auf –11,6 Mio. €.  

Das Konzernergebnis vor Steuern (EBT) stieg gegenüber 2011 (3,3 Mio. €) auf 6,1 Mio. €. Das Konzernergebnis (nach Steuern) von 2,3 Mio. € entspricht einem anteiligen Ergebnis je Aktie von 0,14 €.  

Die Abwicklung von Großprojekten und der geringere Auftragseingang bei Rotationsanlagen ließen die Kundenanzahlungen sinken. Dennoch blieb der Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit mit 83,3 Mio. € (2011: 83,9 Mio. €) auf einem hohen Niveau. Der freie Cashflow erhöhte sich von 57,8 Mio. € auf 61,2 Mio. €. Entsprechend sind die liquiden Mittel kräftig auf 206,3 Mio. € gestiegen. Nach Abzug der auf 31,6 Mio. € reduzierten Bankschulden verfügt KBA über eine sehr gute Nettofinanzposition von +174,7 Mio. € und zusammen mit den für die nächsten drei Jahre vereinbarten Kreditlinien über eine ausgesprochen solide finanzielle Basis. Diese zeigt sich auch in der Eigenkapitalquote von 40,2 % und der überdurchschnittlichen Anlagendeckung.  

In seinem Ausblick auf 2013 verweist das KBA-Management auf das derzeit recht labile gesamtwirtschaftliche Umfeld, die noch nicht abgeschlossene Konsolidierung der Druckmaschinenbranche und weitere Risikofaktoren wie die Wechselkursentwicklung, die längerfristige Vorhersagen erschweren. Deshalb will der Vorstand seine Prognose erst bei der unterjährigen Berichterstattung weiter präzisieren.  

Positive Impulse werden vor allem im Bogensegment von der weltweit zweitgrößten Fachmesse China Print im Mai in Beijing erwartet. Auf Basis der derzeitigen Auftrags- und Projektlage hat sich der Vorstand für 2013 bei einem ähnlichen Konzernumsatz wie in 2012 eine moderate Ergebnissteigerung zum Ziel gesetzt. Bei Rollenoffsetanlagen und Systemen für den Sicherheitsdruck werden leicht rückläufige Umsatzvolumina erwartet. Dem sollen Kostensenkungsmaßnahmen im Rollensegment entgegenwirken. Bei Bogenmaschinen wird die weniger volumengetriebene Geschäftsstrategie von Einsparungen, insbesondere bei den Herstellkosten, begleitet. Neben der weiteren Optimierung der internen Prozesse im Konzern bleibt die Diversifizierung in Wachstumsmärkte weiter auf der Agenda.

01.03.2013

Operatives Betriebsergebnis verdreifacht – Umsatz wächst zweistellig – Sonderabschreibung belastet als Einmaleffekt  

Der Druckmaschinenbauer Koenig & Bauer AG (KBA) hat nach vorläufigen Zahlen im Geschäftsjahr 2012 den Konzernumsatz um gut 10 % auf annähernd 1,3 Mrd. € gesteigert und mit über 30 Mio. € das operative Betriebsergebnis vor Sondereinflüssen gegenüber dem Vorjahr (9,9 Mio. €) mehr als verdreifacht. Operativer und freier Cashflow waren ebenfalls deutlich positiv.  

Neben laufenden Programmen zur Kostensenkung und Effizienzsteigerung profitierte der weltweit zweitgrößte Druckmaschinenhersteller von seiner breiten Aufstellung. Gut 30 % seines Umsatzes erzielt KBA heute in weniger vom Strukturwandel der Druck- und Medienindustrie betroffenen Segmenten. Erst am Vortag hatte das Unternehmen die geplante Akquisition eines auf flexible Verpackungen spezialisierten Druckmaschinenherstellers in Italien mit dem Ziel verkündet, sein vielfältiges Portfolio weiter zu ergänzen.  

Im vierten Quartal 2012 wurde eine Sonderabschreibung im Segment Bogenmaschinen in der Größenordnung von knapp 30 Mio. € gebucht. Diese reflektiert die vom amtierenden Management favorisierte Strategie der konsequenten Konzentration auf profitablere Aufträge und Produkte. Sie spiegelt auch die Bewertung der mittelfristig erwarteten Marktparameter und die nach den Vorstellungen des Managements künftig stärker ergebnisorientierte Geschäftsstrategie wider. Nach diesem nicht ausgabewirksamen einmaligen Sondereffekt verzeichnete KBA ein Ergebnis vor Steuern leicht über dem Vorjahreswert (2011: 3,3 Mio. €) sowie einen im vierten Jahr hintereinander positiven Jahresüberschuss auf Konzernebene.

Die Anteilseigner sollen am operativen Unternehmenserfolg beteiligt werden. KBA-Vorstandsvorsitzender Claus Bolza-Schünemann: „Angesichts der im Vergleich zum Vorjahr deutlichen Steigerung des Betriebsergebnisses vor Sondereinflüssen und eines Bilanzgewinns bei der Muttergesellschaft sollen unsere Aktionäre für 2012 nach den Vorstellungen des Vorstands und Aufsichtsrats wieder eine Dividende erhalten. Über deren Höhe können wir aber erst bei der Vorstellung der offiziellen Zahlen am 22. März Auskunft geben.“  

Bei den Bogenoffsetmaschinen wuchsen die Neubestellungen im Berichtsjahr zweistellig. Das vierte Quartal war im Bogensegment beim operativen Betriebsergebnis und Vorsteuerergebnis (ohne Impairment) leicht positiv. Im zyklischen Geschäft mit Rollen- und Spezialdruckanlagen wurden 2012 deutlich weniger große Aufträge vergeben als im weit überdurchschnittlichen Vorjahr. Daher unterschritt der Auftragseingang im Konzern den Vorjahreswert um etwa 28 %. Der Auftragsbestand war Ende 2012 mit rund 650 Mio. € allerdings immer noch höher als in den Vergleichsjahren 2008 bis 2010. Der starke Cashflow ließ die liquiden Mittel ansteigen. Bei den Finanz- und Bilanzkennziffern hebt sich KBA weiterhin positiv von anderen Branchenunternehmen ab.  

Die Beschäftigtenzahl in der Gruppe ging um über 200 auf 6.187 Mitarbeiter zurück. Nach der umfassenden Kapazitätsanpassung der letzten Jahre hat der KBA-Vorstand ein weiteres bis 2014 laufendes Programm zur nachhaltigen Verbesserung der Ertragskraft bei Bogen- und Rollenoffsetmaschinen gestartet. Neben der neuen Produkthaus-Organisation, der konzernweiten Neuausrichtung der Einkaufs- und Produktionsaktivitäten inklusive Schließung des Zweigwerkes Trennfeld zum Jahresende 2013, sollen die für die Hauptstandorte Würzburg und Radebeul seit Jahresbeginn geltenden Ergänzungstarifverträge zu mehr Flexibilität und einer besseren Profitabilität im traditionellen Geschäft beitragen.

28.02.2013

Übernahme der italienischen Flexotecnica S.p.A. im Fokus  

Gesunde Finanzen erlauben es der Koenig & Bauer AG (KBA), in Wachstumsmärkte zu investieren. Nach dem Einstieg in den zukunftsträchtigen Digitaldruck zur Branchenmesse drupa im Mai 2012 mit einer im Stammwerk Würzburg hergestellten Inkjet-Rotation will der Druckmaschinenbauer im laufenden Geschäftsjahr durch die Übernahme des italienischen Herstellers Flexotecnica S.p.A. in Tavazzano nahe Mailand in den wachsenden Druckmarkt für flexible Verpackungen (insbesondere Folien) einsteigen. Flexotecnica ist eine Tochtergesellschaft des vorwiegend auf Verpackungs- und Publikationstiefdruckanlagen spezialisierten italienischen Unternehmens Officine Meccaniche G. Cerutti S.p.A. (OMGC) mit Hauptsitz in Casale Monferrato bei Turin.  

Flexotecnica bietet mit ihren gut 100 Mitarbeitern ohne eigene Fertigung Flexorotationen in Zentralzylinderbauweise für den Druck auf flexiblen Verpackungsmaterialien an und ist bisher insbesondere in Europa und einigen Überseemärkten präsent. Mit der geplanten Mehrheitsübernahme sieht KBA gute Möglichkeiten, unter Nutzung der eigenen internationalen Organisation ihre starke Marktposition im Kartonagendruck auf ein weiteres expandierendes Verpackungssegment zu erweitern. Der Kaufpreis für diesen Anteilserwerb wird nach Anpassung zum Vollzugstag im oberen einstelligen Millionenbereich liegen. Der Aufsichtsrat der KBA hat dem Erwerb bereits zugestimmt. Die endgültige Übernahme durch KBA steht noch unter dem Vorbehalt einiger in den nächsten Monaten zu erfüllender Bedingungen, z. B. der kartellrechtlichen Prüfung. Zu weiteren Details der Übernahme wurde Stillschweigen vereinbart.

30.03.2012

Übernahme der italienischen Flexotecnica S.p.A. im Fokus  

Gesunde Finanzen erlauben es der Koenig & Bauer AG (KBA), in Wachstumsmärkte zu investieren. Nach dem Einstieg in den zukunftsträchtigen Digitaldruck zur Branchenmesse drupa im Mai 2012 mit einer im Stammwerk Würzburg hergestellten Inkjet-Rotation will der Druckmaschinenbauer im laufenden Geschäftsjahr durch die Übernahme des italienischen Herstellers Flexotecnica S.p.A. in Tavazzano nahe Mailand in den wachsenden Druckmarkt für flexible Verpackungen (insbesondere Folien) einsteigen. Flexotecnica ist eine Tochtergesellschaft des vorwiegend auf Verpackungs- und Publikationstiefdruckanlagen spezialisierten italienischen Unternehmens Officine Meccaniche G. Cerutti S.p.A. (OMGC) mit Hauptsitz in Casale Monferrato bei Turin.  

Flexotecnica bietet mit ihren gut 100 Mitarbeitern ohne eigene Fertigung Flexorotationen in Zentralzylinderbauweise für den Druck auf flexiblen Verpackungsmaterialien an und ist bisher insbesondere in Europa und einigen Überseemärkten präsent. Mit der geplanten Mehrheitsübernahme sieht KBA gute Möglichkeiten, unter Nutzung der eigenen internationalen Organisation ihre starke Marktposition im Kartonagendruck auf ein weiteres expandierendes Verpackungssegment zu erweitern. Der Kaufpreis für diesen Anteilserwerb wird nach Anpassung zum Vollzugstag im oberen einstelligen Millionenbereich liegen. Der Aufsichtsrat der KBA hat dem Erwerb bereits zugestimmt. Die endgültige Übernahme durch KBA steht noch unter dem Vorbehalt einiger in den nächsten Monaten zu erfüllender Bedingungen, z. B. der kartellrechtlichen Prüfung. Zu weiteren Details der Übernahme wurde Stillschweigen vereinbart.

02.03.2012

KBA legt vorläufige Zahlen für 2011 vor: Gegen den Branchentrend: Hoher Auftragszuwachs und positives Konzernergebnis vor Steuern  

Der Druckmaschinenbauer Koenig & Bauer AG (KBA) hat nach am 2. März bekanntgegebenen vorläufigen Zahlen im Geschäftsjahr 2011 auf Konzernebene entgegen dem Branchentrend im dritten Jahr hintereinander ein positives Vorsteuerergebnis (EBT) erzielt. Es bewegt sich im einstelligen Millionenbereich. Der Konzernumsatz lag durch eine etwas schwächere Marktentwicklung in der zweiten Jahreshälfte und durch Lieferverschiebungen im letzten Quartal leicht unter dem Vorjahr (2010: 1.179,1 Mio. Euro). Dagegen übertraf der Auftragseingang mit über 1,5 Mrd. Euro durch die insbesondere bei Sondermaschinen lebhafte Nachfrage den Vorjahreswert um über 20 %. Der Auftragsbestand zum Jahresende 2011 überstieg mit deutlich über 800 Mio. Euro den Vergleichswert des Vorjahres (Ende 2010: 440,8 Euro) sogar um über 80 %. Der weltweit zweitgrößte Druckmaschinenhersteller hat damit seine Wachstumsziele bei Umsatz und Ergebnis zwar nicht ganz erreicht, sich im Branchenvergleich aber erneut überdurchschnittlich behauptet. Wesentlichen Anteil daran hatte die moderne und ausgewogene Produktpalette für Volumen- und Nischenmärkte.  

In das laufende Geschäftsjahr 2012 ist KBA nach eigenen Angaben bei Neubestellungen und Umsatz recht positiv gestartet. Die offiziellen Zahlen für 2011 legt das Unternehmen am 30. März vor.

31.01.2012

Dipl.-Ing. Michael Kummert wird neuer KBA-Produktionsvorstand   

Mit Wirkung zum 1. April 2012 hat der Aufsichtsrat des Druckmaschinenherstellers Koenig & Bauer AG (KBA) Dipl.-Ing. Michael Kummert (49) zum neuen Produktionsvorstand bestellt. Michael Kummert wird das Produktionsressort vom Vorstandsvorsitzenden Claus Bolza-Schünemann übernehmen und sich neben den beiden Hauptwerken für Bogen- und Rollendruckmaschinen in Radebeul und Würzburg auch um die weitere Integration der übrigen in- und ausländischen Produktionsstandorte in den zuletzt ausgeweiteten, konzerninternen Lieferverbund kümmern. Der KBA-Aufsichtsrat erwartet von der Erweiterung des Vorstands um einen Produktionsexperten angesichts der in den letzten Jahren unumgänglichen Neuausrichtung auf einen kleiner gewordenen Druckmaschinenmarkt neue Impulse zur weiteren Effizienzsteigerung, Kostensenkung und Ausrichtung auf neue Tätigkeitsbereiche.   

Der neue Produktionsvorstand kommt von der SKF GmbH in Schweinfurt. Nach dem Maschinenbaustudium mit Schwerpunkt Fertigungstechnik an der TH in Karlsruhe hat Michael Kummert beim global tätigen Wälzlagerhersteller seit 1990 an unterschiedlichen Standorten und in verschiedenen Funktionen als Leiter Industrial Engineering, Fertigungs-, Werks- und Standortleiter sowie Leiter Manufacturing und Process Development erfolgreich Fertigungsprozesse reorganisiert und Produktionswerke restrukturiert. Zuletzt leitete er bei SKF in Schweinfurt die neu geschaffene Geschäftseinheit Groß- und Kegelrollenlager mit etwa 1.000 Mitarbeitern.

15.11.2011

KBA profitiert von starker Präsenz in Nischenmärkten  

  • 15,4 % mehr Aufträge in den ersten neun Monaten
  • Umsatz bis Ende September leicht über Vorjahr
  • Lieferverschiebungen und Rückstellungen belasten Quartal
  • Hoher Cashflow und weiterhin gute Finanzausstattung
  • Starkes viertes Quartal bei Umsatz und Ergebnis erwartet
  • Prognose: Leichter Umsatzzuwachs und positives EBT  

Der Würzburger Druckmaschinenhersteller Koenig & Bauer AG (KBA) profitierte im dritten Quartal trotz der erkennbaren Abschwächung der Branchenkonjunktur von seiner starken Präsenz in derzeit recht robusten Nischenmärkten wie dem Sicherheits-, Blech- und Kennzeichnungsdruck. Dank der guten Sondermaschinenkonjunktur erreichten die Neubestellungen im Sommerquartal 2011 mit 472,8 Mio. Euro den höchsten Wert seit dem Rekordjahr 2006. Gegenüber dem Vorjahr stieg der Auftragseingang im Konzern in den ersten neun Monaten um 15,4 % auf 1.155,7 Mio. Euro (2010: 1.001,2 Mio. Euro). Der Auftragsbestand am Quartalsende überschritt mit 810,8 Mio. Euro erstmals seit Mitte 2008 wieder die 800-Millionen-Euro-Marke. Dagegen legte der Konzernumsatz bis Ende September nur leicht um 1,8 % auf 785,7 Mio. Euro (2010: 772,1 Mio. Euro) zu. Lieferverschiebungen und hohe Sonderaufwendungen für die nochmalige Kapazitätsanpassung der ungenügend ausgelasteten Rollenstandorte führten zu einem unbefriedigenden Quartalsergebnis vor Steuern von –15,6 Mio. Euro. Für den gesamten Neunmonats-Zeitraum wird ein Vorsteuerergebnis (EBT) von –26,6 Mio. Euro (2010: –6,7 Mio. Euro) und nach Steuern ein Konzernergebnis von –32,5 Mio. Euro (2010: –9,2 Mio. Euro) ausgewiesen. Dies entspricht einem anteiligen Ergebnis je Aktie von –1,97 Euro (Vorjahr: –0,56 Euro).  

Bei Bogenoffsetmaschinen legte der Auftragseingang angesichts der nachlassenden Nachfragedynamik nur leicht um 2,2 % auf 472,0 Mio. Euro (2010: 462,0 Mio. Euro) zu. Dagegen zogen die Bestellungen bei Rollen- und Sondermaschinen durch das lebhafte Nischengeschäft gegenüber dem Vorjahr (2010: 539,2 Mio. Euro) um 26,8 % auf 683,7 Mio. Euro an. Umsatzseitig wurde im Bogenbereich ein deutlicher Zuwachs von 14,9 % auf 397,4 Mio. Euro realisiert (2010: 346,0 Mio. Euro). Demgegenüber lag der Segmentumsatz bei Rollen- und Sondermaschinen durch Lieferverschiebungen mit 388,3 Mio. Euro nach neun Monaten noch um 8,9 % unter dem Vorjahr (2010: 426,1 Mio. Euro). Durch den Minderumsatz fehlende Deckungsbeiträge und Rückstellungen für Personalmaßnahmen im Rollenbereich reduzierten das positive Segmentergebnis bei Rollen- und Sondermaschinen. Im Bereich Bogenmaschinen verhinderten der anhaltende Preisdruck und hohe Vorlaufkosten für neue Produktgenerationen trotz der erreichten Kosteneinsparungen einen operativen Gewinn.  

Bei niedrigeren Forderungen und höheren Kundenanzahlungen übertraf der Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit mit 64,6 Mio. Euro den Vorjahreswert (11,6 Mio. Euro) um ein Mehrfaches. Damit konnten die Auszahlungen für Investitionen gedeckt und der freie Cashflow kräftig auf 40,7 Mio. Euro gesteigert werden. Liquide Mittel von 128,1 Mio. Euro und ausreichende Kreditlinien untermauern die gute Finanzausstattung des fränkischen Druckmaschinenbauers. Das Eigenkapital von 434,3 Mio. Euro entspricht in Relation zur gestiegenen Bilanzsumme einer Quote von 36,7 %.  

Zum 30. September 2011 beschäftigte die KBA-Gruppe 6.446 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ohne Berücksichtigung der neu konsolidierten Tochtergesellschaften waren 52 weniger tätig als im Vorjahr. Nach kompletter Umsetzung aller beschlossenen Kapazitätsanpassungsmaßnahmen wird die Zahl der Konzernbeschäftigten auf etwa 6.000 sinken.  

Im Ausblick bestätigt der KBA-Vorstand trotz des Rückstands nach neun Monaten die im Frühjahr prognostizierte leichte Steigerung des Konzernumsatzes im Geschäftsjahr 2011. Dazu soll ein Umsatzsprung mit ertragsstarken Produkten im vierten Quartal beitragen. Wie in den beiden Vorjahren strebt das Management zudem ein positives Vorsteuerergebnis im Konzern an. Die früher noch in Aussicht gestellte moderate Verbesserung des Konzern-EBT 2010 (15,3 Mio. Euro) hält der KBA-Vorstand unter dem seit dem 1. November 2011 amtierenden neuen Vorsitzenden Claus Bolza-Schünemann allerdings nicht mehr für realistisch. Begründet wird die etwas schwächere Ergebnisprognose mit den nicht in dieser Dimension erwarteten Sonderaufwendungen für die Kapazitätsanpassung an den Rollenstandorten und den aus der mittlerweile erkennbaren Marktabschwächung resultierenden Belastungen und Vorsorgen. Zur Umsatz- und Ergebnisentwicklung für 2012 will sich das Management angesichts der wieder unsicherer gewordenen Wirtschaftslage und des noch nicht eindeutig vorhersehbaren Investitionsverhaltens im Vorfeld der im Mai 2012 in Düsseldorf stattfindenden Fachmesse drupa erst im März nächsten Jahres äußern.

23.09.2011

Altersnachfolge im Vorstand der Koenig & Bauer AG geregelt 

Helge Hansen übergibt Vorstandsvorsitz an Claus Bolza-Schünemann, Dr. Axel Kaufmann wird stellvertretender Vorstandsvorsitzender

Nach erfolgreicher Neuausrichtung der Koenig & Bauer AG (KBA) hat der Vorstandsvorsitzende Helge Hansen den Aufsichtsrat kurz vor Vollendung seines 65. Lebensjahres gebeten, die altersbedingt anstehende Stabübergabe an einen Nachfolger zum 31.10.2011 durchzuführen. Mit großem Respekt und Verständnis hat der Aufsichtsrat diesem Vorschlag entsprochen. Aufsichtsratsvorsitzender Dieter Rampl: „In einem sehr schwierigen Umfeld ist es Helge Hansen durch seine große Expertise und langjährige Erfahrung gelungen, die Koenig & Bauer AG auf der Ertrags- und Finanzseite solide weiter zu entwickeln und für eine erfolgreiche Zukunft zu positionieren. Ausdrücklich danken wir Helge Hansen für die gute Zusammenarbeit, seinen großen persönlichen Einsatz und die exzellente Arbeit zum Wohle der Gesellschaft und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute.“

Als Nachfolger von Helge Hansen im Amt des Vorstandsvorsitzenden hat der Aufsichtsrat einstimmig Claus Bolza-Schünemann (55) berufen. Claus Bolza-Schünemann leitet zurzeit als stellvertretender Vorstandsvorsitzender den Konstruktionsbereich für Rollen- und Bogenmaschinen sowie die Produktion Rollenmaschinen. Dieter Rampl: „Bei der kontinuierlichen Weiterentwicklung des zweitgrößten Druckmaschinenherstellers der Welt bringt Claus Bolza-Schünemann als ausgewiesener Druckmaschinenexperte, strategischer Vordenker in der Branche und Vertreter der Gründerfamilie alle Voraussetzungen für die Nachfolge an der Vorstandsspitze mit. Für die anstehenden Aufgaben wünscht der Aufsichtrat viel Erfolg und gutes Gelingen.“

Parallel zum Wechsel an der Vorstandsspitze soll nach der Entscheidung des Aufsichtsrates Dr. Axel Kaufmann (41) zusätzlich zu seiner Funktion als Finanzvorstand die Position des stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden übernehmen.

Die Bestellung des Vorstandsmitglieds Christoph Müller wurde verlängert.

25.03.2011

KBA-Gruppe: Hohe Zuwächse bei Ergebnis, Umsatz und Auftragseingang

Der Druckmaschinenbauer Koenig & Bauer AG (KBA) legt seinen Konzernbericht für das Geschäftsjahr 2010 vor:

  • 15,3 Mio. Euro Vorsteuergewinn, 20,4 Mio. Euro freier Cashflow
  • 12,3 % Umsatzwachstum im Konzern auf 1.179,1 Mio. Euro 
  • 45,4 % mehr Neuaufträge, 31,6 % höherer Auftragsbestand 
  • 39,6 % Eigenkapitalquote und keine Nettoschulden 
  • Dividendenvorschlag 0,30 Euro pro Stückaktie 
  • Ziel 2011: Moderater Umsatz- und Ergebnisanstieg


Im Zuge der Nachfrageerholung seit dem Frühjahr 2010 stieg der Auftragseingang im Konzern gegenüber dem Krisenjahr 2009 um 45,4 % auf 1.284,9 Mio. Euro. Dabei legten die Bestellungen im Geschäftsbereich Bogenoffsetmaschinen um 33,8 % auf 621,6 Mio. Euro und im Segment Rollen- und Sondermaschinen um 58,2 % auf 663,3 Mio. Euro zu. Der Auftragsbestand im Konzern lag Ende Dezember mit 440,8 Mio. Euro um 31,6 % über dem Vorjahreswert. Beim überdurchschnittlichen Wachstum kam dem weltweit zweitgrößten Druckmaschinenhersteller auch die breite Aufstellung in Volumenmärkten wie dem Akzidenz-, Verpackungs- und Zeitungsdruck und weniger konjunktursensiblen Marktnischen wie dem Blech-, Kennzeichnungs- und Sicherheitsdruck zugute. 

Nach dem konjunktur- und strukturbedingten deutlichen Rückgang in den beiden Vorjahren stieg der Konzernumsatz 2010 wieder um 12,3 % auf 1.179,1 Mio. Euro (2009: 1.050,4 Mio. Euro) an. Der Umsatz mit Bogenoffsetmaschinen übertraf mit 551,1 Mio. Euro den Vorjahreswert um 15,1 %. Der Umsatz mit Rollen- und Sondermaschinen legte um 9,8 % auf 628,0 Mio. Euro zu.

Durch die in den Kernmärkten Bogen-, Rollen- und Zeitungsdruck bei den Lieferanten noch vorhandenen Überkapazitäten besteht weiterhin ein intensiver Preisdruck. Dennoch konnte KBA dank der zweistellig gewachsenen Umsatzerlöse und der Kosteneinsparungen aus dem Konsolidierungsprogramm das schon im Vorjahr mit 8,7 Mio. Euro positive Betriebsergebnis im Konzern auf 22,2 Mio. Euro mehr als verdoppeln und in beiden Geschäftsbereichen einen Betriebsgewinn erzielen. Bei einem Finanzergebnis von –6,9 Mio. Euro (2009: –6,0 Mio. Euro) weist KBA ein mit 15,3 Mio. Euro beachtlich über dem vorhergehenden Jahr (2009: +2,7 Mio. Euro) liegendes Konzernergebnis vor Steuern aus. Der Jahresüberschuss liegt mit 12,5 Mio. Euro (2009: 6,6 Mio. Euro) ebenfalls erheblich über dem Vorjahr. Dies entspricht einem anteiligen Ergebnis je Aktie von 0,76 Euro. Nach zwei dividendenlosen Jahren wollen Vorstand und Aufsichtsrat der am 16. Juni in Würzburg tagenden Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2010 eine Dividende von 0,30 Euro je Stückaktie vorschlagen.

In seinem Ausblick auf das neue Geschäftsjahr 2011 verweist der KBA-Vorstand auf die durch die aktuellen Entwicklungen in Nordafrika und Japan, die anhaltende Schuldenkrise in Europa, die Preisentwicklung an den Energie- und Rohstoffmärkten und die möglichen negativen Auswirkungen der Inflationsbekämpfung in China deutlich gewachsenen Risiken für die Exportwirtschaft. Dennoch zeigt sich der Vorstandsvorsitzende Helge Hansen weiter zuversichtlich, die positive Umsatz- und Ergebnisentwicklung der KBA-Gruppe auch 2011 fortsetzen zu können. Helge Hansen: „Die ungewöhnlich hohen Zuwachsraten in 2010 sind in dieser Dimension unter den absehbaren weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen kaum wiederholbar. Gleichwohl sieht unsere Konzernplanung für 2011 bei Umsatz und Ergebnis einen moderaten Anstieg vor. Beide Geschäftsbereiche sollen dazu ihren Beitrag leisten.“ Weitere Informationen will das Management angesichts des derzeit sehr volatilen Umfeldes bei der Vorlage des Berichts über das erste Quartal Mitte Mai geben.

13.07.2010

KBA bestellt zum 1. Oktober neuen Finanzvorstand

Zum 1. Oktober 2010 wird Helge Hansen (63), Vorstandsvorsitzender des Würzburger Druckmaschinenherstellers Koenig & Bauer AG (KBA), das von ihm seit März 2009 in Personalunion verantwortete Finanzressort an einen neuen, von außen kommenden Vorstandskollegen übergeben. Die Personalentscheidung des Aufsichtsrates dient der Entlastung des Vorstandschefs von operativen Aufgaben, zumal Helge Hansen neben seinen Aufgaben als Vorstandsvorsitzender und der strategischen Neuausrichtung des Konzerns auch das Personalressort und den Bereich Produktion am Bogenstandort Radebeul verantwortet. Helge Hansen, der seit 16 Monaten an der Spitze von Koenig & Bauer steht, will sich neben den bei ihm verbleibenden Vorstandsbereichen verstärkt auf die unter seiner Führung im vergangenen Jahr eingeleitete strategische Neuausrichtung des Unternehmens konzentrieren, zu der auch der angekündigte Eintritt in neue Geschäftsfelder gehört.

Als Head of Finance and Control in einem internationalen Konzern verfügt der neu bestellte Finanzvorstand über umfassende Finanz- und Controlling-Erfahrungen. Mit der Schaffung eines eigenen Finanzressorts trägt die im SDAX notierte Koenig & Bauer AG den durch gesetzliche Vorgaben und das volatile Marktumfeld weiter gewachsenen Anforderungen im Bereich des Risiko- und Finanzmanagements, der Compliance und der Absatzfinanzierung Rechnung.

05.02.2010

KBA-Gruppe: Schwarze Null trotz anhaltender Marktschwäche

Die Koenig & Bauer AG (KBA) veröffentlicht vorläufige Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2009.

Die Marktsituation für die exportorientierten deutschen Druckmaschinenbauer bleibt weiterhin angespannt. 2009 litt die globale Nachfrage unter dem Konjunktur- und Werbeeinbruch und blieb um gut 40 % unter dem Niveau des Jahres 2007. Als einer der internationalen Top-Lieferanten war auch KBA von der Investitionszurückhaltung der Druckbranche betroffen. Trotz des im Segment Rollen- und Sondermaschinen wieder etwas besseren vierten Quartals unterschritt der Auftragseingang im Konzern im Geschäftsjahr 2009 mit knapp 890 Mio. Euro den Vorjahreswert (1.241,5 Mio. Euro) um 29 %. Der Konzernumsatz lag aufgrund der unerwartet großen Investitionszurückhaltung bei Rotationsanlagen mit etwa 1,06 Mrd. Euro um 31 % unter dem Vorjahr 2008 (1,53 Mrd. Euro). 

Trotz des marktbedingten Umsatzrückgangs ist es KBA gelungen, nach dem Verlust des Vorjahres (EBT 2008: –87,1 Mio. Euro) schon im Geschäftsjahr 2009 wieder ein ausgeglichenes Konzernergebnis nach Zinsen und vor Steuern (EBT) zu erreichen. Nach Steuern wird aus heutiger Sicht sogar ein kleiner Jahresüberschuss erwartet. Nach Quartalsverlusten im ersten Halbjahr 2009 hatte sich der gelungene Turnaround bereits im dritten Quartal angedeutet. Über der ursprünglichen Planung liegende Einsparungen bei den Sach- und Personalkosten von über 100 Mio. Euro trugen dazu bei. Alle erwarteten Belastungen aus den noch anstehenden Restrukturierungsmaßnahmen wurden im Jahresabschluss 2009 berücksichtigt und ausreichend Vorsorge für sonstige Risiken getroffen. 

Die Beschäftigtenzahl in der KBA-Gruppe ging im Laufe des Jahres 2009 durch die Neudimensionierung der Bogenstandorte von ca. 8.000 auf unter 7.000 Mitarbeiter zurück und wird sich im Laufe des Jahres 2010 weiter auf ca. 6.300 Mitarbeiter verringern. Diese angesichts der Marktperspektiven notwendige Verkleinerung führt neben vielen anderen Maßnahmen zu einer nachhaltigen Senkung der Kostenbasis und Auslastungsschwellen.

Den kostenintensiven Restrukturierungsprozess bewältigt KBA aus eigenen Mitteln, ohne staatliche Hilfen oder neue Schulden. Die Eigenkapitalquote des Druckmaschinenherstellers liegt mit gut 34 % deutlich über Branchendurchschnitt, die Nettofinanzposition ist weiterhin positiv. Verfügbare Kreditlinien mussten bisher nicht in Anspruch genommen werden.

Die endgültigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2009 und einen ersten Ausblick auf 2010 veröffentlicht KBA am 26. März 2010.

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