Druckerei Leën in der Offensive

„Die KBA-Lösung ist perfekt“

Genau ein Jahr nachdem die Druckerei Leën aus dem belgischen Hasselt zwei KBA Rapida 106 in Betrieb nahm, ziehen der technische Geschäftsführer Jeroen Leën und der Produktionsleiter Egid Bessems Bilanz: Mit diesen Druckmaschinen machen wir einen großen Schritt vorwärts.
Die Fünffarben- und die Achtfarben-Rapida 106 stehen nebeneinander und nutzen für die Farbmessung und -regelung ein gemeinsames DensiTronic-Pult (4)

An der Qualität der Drucksachen lag es nicht, dass der Druckerei Leën Aufträge entgingen. So wurde das Unternehmen im Jahr 2005 von Sappi International in Shanghai zum „Drucker des Jahres“ in der Kategorie Bücher gekrönt. Der Maschinenpark war up to date, die Mitarbeiter waren motiviert und gut geschult.

Das Familienunternehmen Leën aus dem belgischen Hasselt blickt auf eine über 120-jährige Geschichte zurück (2)
„Meine Schwester Liesbet wies als erste auf den Bedarf an einer Achtfarben-Druckmaschine hin“, erzählt Jeroen. „Unsere Angebote konnten mit denen unserer Konkurrenten nicht Schritt halten. Dies war umso schmerzlicher, da wir Ende 2010 unser Betriebsgebäude durch eine umfassende Renovierung wesentlich verbessert hatten.“

Nach einer Analyse stellte sich heraus, dass die Produktionskapazität der Druckmaschinen insbesondere im Bereich von Einstellzeiten und Plattenwechsel zu wünschen übrig ließ. „Das war ein herber Schlag, denn unsere jüngsten Druckmaschinen waren nicht einmal fünf Jahre alt. Wir beschlossen, den Markt erneut zu erkunden um zu prüfen, was technisch und finanziell machbar war.“

Nutzen und Notwendigkeit

Geschäftsführer Stijn Leën, Produktionsleiter Egid Bessems und technischer Geschäftsführer Jeroen Leën (v.l.n.r.) sind mit ihrer Entscheidung für die beiden KBA Rapidas ein Jahr nach der Produktionsaufnahme sehr zufrieden (1)
„Wir hatten klare Vorstellungen. Die Makulatur musste reduziert und die Qualitätskontrolle verbessert werden. Die Höchstgeschwindigkeit einer Druckmaschine war weniger wichtig, da wir auch viele kleinere Auflagen erstellen. Ein wichtiger Punkt war aber der schnelle Auftragswechsel“, erklärt Egid Bessems.

Jeroen: „Wir nahmen uns Zeit und sprachen mit allen Lieferanten. Hierzu gehörte natürlich auch Johan Dengis von Naca, dem KBA-Vertriebspartner in Belgien. Wir verglichen alle Druckmaschinen und beurteilten sie anhand derselben Maßstäbe. Wir besuchten einige Fabriken in Deutschland und Druckerkollegen. Nach dieser Runde kamen wir zu dem Schluss, dass KBA in den letzten Jahren die Druckmaschinen insbesondere im Bereich der Einstellzeiten und Qualitätskontrolle wesentlich weiterentwickelt hatte.“

Für die Druckerei Leën stellte diese Erkenntnis nur die Hälfte der Analyse dar. „Auch aus betriebswirtschaftlicher Sicht musste die Sache stimmen. Ich musste die anderen Gesellschafter schließlich vom Nutzen und der Notwendigkeit der Investition überzeugen.“

Die Fünffarben-Rapida mit Lackturm wird für Akzidenzaufträge unterschiedlichster Art eingesetzt (6)

Die Berechnungen zeigten, dass der Ersatz der beiden Druckmaschinen durch zwei KBA Rapidas zu einer erheblichen Produktivitätssteigerung führen würde. Man entschied sich für eine Rapida 106-Fünffarbenmaschine mit Lackturm im Format 74 x 106 cm und eine Achtfarben-Anlage des gleichen Typs mit Bogenwendung für den beidseitigen Vierfarbendruck. Beide Druckmaschinen wurden nebeneinander aufgestellt und können so gemeinsam den dazwischen positionierten KBA DensiTronic-Messtisch nutzen.

Jeroen: „Unsere noch immer fast neuwertige Vorgängermaschine konnten wir über den Gebrauchtmaschinen-Handel gut verkaufen. Dabei stellte sich heraus, dass der Zeitpunkt gut für eine Neuinvestition war. Am Ende sank unsere monatliche Belastung sogar durch die Neuanschaffungen. Die KBA-Lösung war perfekt.“

Gute Schulung

1993 zog die Druckerei Leën in einen modernen Neubau in einem Industriegebiet von Hasselt um (3)
Egid: „Alle Druckmaschinen basieren auf denselben Grundprinzipien, deren Bedienung weist aber erhebliche Unterschiede auf. Deshalb benötigten unsere Drucker auch eine gute Schulung. Außerdem wünschten wir uns möglichst wenig Produktionsausfall bei der Installation beider Druckmaschinen. Naca hat dies ausgezeichnet geregelt. Wir sind mit unserem Team zum Schulungszentrum in Radebeul gereist, wo eine einwöchige Schulung stattfand. Diese erfolgte während der Montage beider Druckmaschinen. Die Montage wurde sieben Tage ununterbrochen fortgesetzt.“

Naca ist ein Tochterunternehmen des Handelshauses Wifac, das die KBA-Druckmaschinen auf dem niederländischen Markt vertreibt. Die Druckerei Leën investierte zusätzlich in einen Perfecta-Stapelwender und erwirbt auch das Zubehör für beide KBA-Druckmaschinen bei Wifac in den Niederlanden.

„Dies funktioniert hervorragend”, findet Egid „und erspart uns Diskussionen, falls an den Druckmaschinen einmal ein Problem entstehen sollte. Hinzu kommt, dass das Preis-Leistungs-Verhältnis des Zubehörs stimmen muss. Diesbezüglich waren Naca, Wifac und Leën schnell auf einer Linie.“

Dank der neuen Achtfarben-Wendemaschine konnte Leën Zeitschriften-Aufträge ins Haus zurückholen (5)

Rückkehr der Zeitschriften

Die KBA Rapidas sind jetzt ein Jahr in Produktion und es stellt sich die Frage, ob sie die Erwartungen der Familie Leën erfüllen. Jeroen: „Auf jeden Fall. Um ein Beispiel zu nennen: 2011 verbrauchten wir circa 26.000 m² Offsetplatten. Dieses Jahr dürften es ungefähr 34.000 m² werden. Dieses Wachstum ist im Wesentlichen auf unsere neue Achtfarben-Rapida zurückzuführen: Durch sie haben wir u. a. Zeitschriftenkunden zurückgewonnen.“

Das Produktspektrum der Druckerei Leën deckt nahezu die gesamte Bandbreite des Marktes ab. Von Plakaten bis zu Einladungen. Der persönliche Umgang steht bei allen Aktivitäten im Mittelpunkt. Das Unternehmen strahlt die Atmosphäre eines Familienbetriebs aus. „Diese Atmosphäre pflegen wir. Aber es herrscht starke Konkurrenz am grafischen Markt in Belgien. Wir machen am liebsten alles selbst, und wenn das nicht geht, lernen wir hinzu. Das haben unsere Väter schon so getan."

Über 120 Jahre alt

Blick in den modern gestalteten Empfangsraum (7)
Die Druckerei Leën mit ihren circa fünfzig Mitarbeitern hat ihren Sitz im belgischen Hasselt. 1891 gründete Eugeen Leën die Sint-Quintinus Druckerei. Das Familienunternehmen mit einer über 120-jährigen Geschichte entwickelte sich zu einer Ikone der Stadt und zog 1993 vom Zentrum auf ein Industriegelände am Stadtrand um. Die vierte Generation der Familie Leën schwingt mit sechs im Betrieb tätigen Gesellschaftern das Zepter in diesem hochmodernen Betrieb.  

Downloads

Foto 4: Rapida 106
Foto 2: Logo
Foto 1: Stijn Leën, Egid Bessems, Jeroen Leën
Foto 6: Fünffarben-Rapida
Foto 3: Neubau
Foto 5: Achtfarben-Wendemaschine
Foto 7: Empfangsraum

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